Dienstag, 23. September 2014

Aufenthalt in der Spezialklinik

Nachdem ich jetzt in dem ein oder anderen Post von meinem Aufenthalt in der Spezialklinik für Hauterkrankung erzählt habe, wollte ich heute mal kurz ein paar Bilder davon zeigen. Denn allgemein werde ich immer auf meine Kur angesprochen, aber ich denke wenn man sich die Bilder anguckt, dann merkt man doch schnell, dass es keine Kur war, sondern eben ein Klinikaufenthalt.

Also auf den Fotos grinse ich, weil ich Besuch von meiner Mutter und meinem Freund hatte und weil man ja wirklich lustig aussieht in dem Aufzug.
Ansonsten ist es aber ziemlich nervig, den ganzen Tag komplett eingecremt rumzulaufen. Die speziellen Klamotten die man bekommt, schützen davor, sich eigene Kleidung zu ruinieren. Ich hab mir dann aber was drüber gezogen um mich trotzdem irgendwie wie ein normaler Mensch zu fühlen. Leider hat das dazu geführt, dass ich noch mehr als eh schon geschwitzt habe.
Allerdings auch nur im Gesicht. Meine kompletten Poren am ganzen Körper waren mit antibiotischer Salbe verstopft und deshalb hat mein Körper sich den Weg übers Gesicht gesucht. Nicht, dass ich da nicht auch eingecremt war, aber grad zwischen Nase und Mund wischt man dann halt auch mal leicht die Creme weg. Und dann war es teilweise einfach schönes Wetter draußen. An sich ja toll, aber nicht, wenn man voller Creme ist.
Ich musste auch aufpassen, dass ich mit der gelben Creme auf meinem Körper nicht in die Sonne komme, denn das hätte wohl zu so etwas wie Sonnenbrand führen können.
Erkennt man glaub ich schlecht, aber auf der Hand kann man erkennen, das der Handrücken gelb und die Finger normal sind.
Das ging selbst beim Baden (2x/Woche) nicht weg, weil das Wasser an der Creme abgeperlt ist und wir nicht schrubben durften, um die Haut nicht zu reizen.
Ich hab mir zwischendrin einfach nur gewünscht mich wieder sauber zu fühlen.


So sah es dann aus, wenn man nur Klinikklamotten anhatte. War in der Klinik nicht weiter schlimm, weil die meisten so rumgelaufen sind. Im Dorf wo die Klinik steht ist es auch nicht wirklich tragisch, weil die Klinik dort schon seit 28 Jahren steht und die Dorfbewohner dran gewöhnt sind.
Außerhalb davon wird man aber sehr komisch angeguckt, denn im Bayerischen Wald sind eben auch viele Touristen, die sich dann wundern.
Was auch sehr gewöhnungsbedürftig ist, ist das Essen dort, was auch nicht an eine Kur erinnert. Aber das soll es auch nicht, sondern es soll dabei helfen herauszufinden, was man an Lebensmitteln verträgt und was nicht. Deshalb gibt es dort eine Rotationsdiät. Es gibt nur bestimmte Zutaten an einem Tag, die sich erst nach 4 Tagen wiederholen. Das bedeutet, dass man ein Lebensmittel nur alle 4 Tage isst. Es ist i.d.R. alles abgekocht und wenig gewürzt, da dies auch Allergien auslösen könnte. Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol sind verboten denn sie setzen die Hemmschwelle der Allergene runter. Außerhalb der Klinik war nur Wasser erlaubt, essen durfte man nicht. Ansonsten würde die Rotationsdiät auch keinen Sinn machen.






Die Medikamentenschachtel wurde von Visite zu Visite voller, so sah sie am Schluss aus. Wobei vieles davon pflanzliche Mittel waren gegen verschiedene Mangelerscheinungen und so.
Jetzt wo ich zuhause bin, sind es nur ein Bruchteil davon.








Aber auch dort konnte ich es nicht lassen mich kreativ zu betätigen. Sonst wäre es auch noch langweiliger. Die meisten Termine/ Anwendungen hat man am Vormittag und ansonsten nur die Mahlzeiten und 3 Cremetermine am Tag. Am Wochenende ist dann noch weniger los.
Ich habe ein paar Leute kennengelernt, die auch gerne basteln und an ein paar Abendenden kamen verschiedene Karten raus.
Diese hier habe ich gemacht.








Das war nicht mein erster Aufenthalt in dieser Klinik, ich war vor 13 Jahren schon mal. Und auch dieses Mal ist meine Haut so gut geworden dass ich keine Stellen mehr auf der Haut hatte. Mal sehen wie lange es anhält, aber 13 Jahre wären nicht schlecht ;)

Kommentare:

  1. Hallo Jana,

    schön, dass dir die Kur/Klinik geholfen hat und die Fotos sind doch sehr schön, *g*
    Drücke dir die Daumen, das der Erfolg recht lange anhält.
    Liebe Grüße
    Natja

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    1. Vielen Dank für die lieben Grüße, ich hoffe das auch.

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